In Bochum laufen bereits seit 2007 die Vorbereitungen für wohl eines der multikulturellsten und zukunftsträchtigsten Projekte der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 überhaupt: Der Platz des europäischen Versprechens.
Dieses Projekt, soll als Einladung für die Bochumer, die Bewohner des Ruhrgebiets und die Bürger Europas, verstanden werden, ihren Namen, stellvertretend für ein Versprechen, in Platten festzuhalten - für eine gemeinsame Zukunft der Menschen und ein neues Europa mit vielen Stimmen und Kulturen.

Jeder Interessierte kann durch sein Verprechen für die Zukunft, welches er nur sich selbst gibt, als Verfasser zu diesem Projekt beitragen und somit Teil des Gesamtkunstwerkes werden. Die Namen jedes Teilnehmers werden bis 2010 in Platten gefasst auf dem Platz nahe der Christuskirche verewigt.

Die ,,Helden-Gedenkhalle'' von 1931 gab den Anstoß für das Europa Versprechen; zwei in goldenes Mosaik gefasste Listen mit Namen von, im Ersten Weltkrieg gefallenen Bochumern und den damaligen 28 ,,Feindstaaten Deutschlands'' wie Russland, Italien oder Frankreich.
Diesen Listen, die an die oft schmerzhafte Vergangenheit Deutschlands erinnern, wird eine Dritte hinzugefügt, eine Liste mit Namen der Lebenden, die durch ihre Versprechen zu einer gemeinsamen Zukunft beitragen wollen.

Noch bis 2010 wird an der Umsetzung des Kulturwerkes gearbeitet, das im Auftrag der Stadt Bochum und des Kuratoriums Christuskirche als Beitrag zur Ruhr.2010 gedacht ist und am letzten Tag dieses Jahres endgültig der Öffentlichkeit übergeben wird.
Jochen Gerz, von dem die Idee zum Platz des europäischen Versprechens stammt, ist als international bekannter deutscher Künstler angesehen und trägt bis heute durch seine Werke im öffentlichen Raum zu einem Wechsel der Beziehung zwischen Kunst und Beobachter bei, indem der Einzelne selbst zum Teil des Werkes wird.
Der Gedanke hinter diesem Projekt lässt sich zusammenfassend schön durch ein von ihm stammendes Zitat ausdrücken: „Die Toleranz hat viele Stimmen. Wie die Sterne ihr Licht der Nacht geben, geben die Menschen der Zukunft ihr Wort“ (Jochen Gerz).   

                             

 

Quelle: www.pev2010.eu  

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