Nur noch knapp ein halbes Jahr warten, dann ist es endlich so weit - dann leben wir in einer Weltmetropole und alle kommen sie zu uns!
Was werden wir Ruhrpottler dazugewinnen und wovon werden wir uns verabschieden d├╝rfen? Wird sich die Mentalit├Ąt des Ruhrgebiets ver├Ąndern und welche spektakul├Ąren Zahlen wird das idyllische Ruhrpott verzeichnen k├Ânnen? - wichtige Fragen, bei denen die ganze Ruhrbev├Âlkerung und auch die Sponsoren mitfiebern. Es ist ein gro├čer Schritt f├╝r die St├Ądte und Menschen der k├╝nftigen Kulturhauptstadt Europas.

Was das Ruhrvolk dazu sagt

Die Meinungen bez├╝glich des Ruhr.2010 Vorhabens gehen auseinander und deuten oft darauf hin, dass die Medienberichterstattung zu Ruhr.2010 noch nicht alle Ruhrpottler erreicht hat. Viele B├╝rger/innen wissen n├Ąmlich kaum etwas mit dem geplanten Gro├čprojekt anzufangen und verf├╝gen ├╝ber keine Vorstellung, was alles auf sie zukommen wird.
Einige gehen davon aus, dass sich nicht wirklich etwas ├Ąndern wird und somit auch niemand davon profitieren kann. Solange die Armut bleibt und im Portemonnaie W├╝stensand weht, l├Ąsst sich so mancher Ruhrpottler nicht vom Riesenevent beeindrucken. Andere erhoffen sich Preissenkungen oder andere finanzielle Vorteile, die durch den ansteigenden Tourismus m├Âglich w├Ąren. Manche l├Ąsst das kulturelle Highlight auch vollkommen kalt und sie besch├Ąftigen sich gar nicht erst mit dem Thema.
Wie die Planung de facto aussieht und was Ruhr.2010 mit sich bringt, wissen nur wenige aus der Ruhrbev├Âlkerung.

Was tats├Ąchlich geplant ist

Ende Oktober wird das zweite Buch zum Kulturhauptstadt-Programm erscheinen, in dem eine detailierte Veranstaltungs├╝bersicht f├╝r die erste Jahresh├Ąlfte 2010 und ein Ausblick auf die zweite H├Ąlfte zu finden sind. Damit, hoffen die Veranstalter, wird sich die Idee von Ruhr. 2010 weit in die Bev├Âlkerung tragen und bei vielen Menschen das kulturelle Bewusstsein festigen.
Das Hauptziel des Gesch├Ąftsf├╝hrers Prof. Dr. Oliver Scheytt und seiner Kollegen von der Ruhr.2010 GmbH, die im Jahr 2007 gegr├╝ndet wurde, besteht prim├Ąr in der Steigerung der Lebensqualit├Ąt, des Kulturbewusstseins und der Wirtschaft der k├╝nftigen Metropole Ruhr. Dabei steht f├╝r die Macher in erster Linie der Anspruch Nachhaltigkeit zu schaffen. Mit starken Gesch├Ąfts- und Werbepartnern an der Seite, soll das, heute demographisch schwache, Ruhrpott in ein dynamisches und international gefragtes Kultur- und Begegnungszentrum verwandelt werden.
53 St├Ądte und Gemeinden des Ruhrgebietes organisieren viele Projekte, die thematisch auf die kulturelle Zusammenlegung der Ruhrst├Ądte ausgerichtet sind. Dabei steht die Stadt Essen seit dem Jahr 2006 offiziell stellvertretend f├╝r das ganze Ruhrgebiet als Tr├Ąger des Titels der Kulturhauptstadt Europas und entwickelte in diesem Zusammenhang das Motto "Wandel durch Kultur – Kultur durch Wandel".
Aus ├╝ber 2000 Projektvorschl├Ągen von Initiativen, K├╝nstlern und anderen Begeisterten, wurden etwa 300 interessante Ideen, inklusive 100 TWINS-Projekte mit anderen europ├Ąischen Partnerst├Ądten, nach bestimmten Kriterien ausgesucht, die das Kulturhauptstadt-Programm bilden und das komplette Jahr 2010 bereichern werden. Die Schwerpunkte des Eventmarathons liegen im Wesentlichen in den Bereichen Architektur/Stadtentwicklung/bildende Kunst und darstellende Kunst, sowie in der Kreativwirtschaft und der Migration/Literatur/Geschichtskultur.

Wie das Ganze finanziert wird

Neben den Sparkassen-Finanzgruppen und den Energiekonzernen E.ON und RWE, meldete sich vor Kurzem bereitwillig der Deutsche Bahn Konzern, der finanzielle Mittel zur Verf├╝gung stellte und direkt ein paar neue Ideen in das Jahrhundert-Event einbrachte.
Insgesamt stehen f├╝r die Projekte zur Kultuhauptstadt Europas 65,5 Millionen Euro von den Gesellschaften und den Sponsoren zur Verf├╝gung.
Auch der Verband Rhein-Ruhr (VRR) beteiligt sich an dem innovativen Projekt und hilft Reisende f├╝r den Pott-Lifestyle zu begeistern. So werden besondere Ruhr.2010-Tickets verkauft, die nicht nur f├╝r die Verkehrsreise interessant sind, sondern auch Rabatte auf die einzelnen Veranstaltungen des Mega-Events beinhalten.
Weitere Beteiligten sind unter anderem der Hellweg Baumarkt, KPMG, Edeka Rhein-Ruhr, ista Deutschland und der Flughafen D├╝sseldorf international.

Auf was wir uns au├čerdem freuen d├╝rfen

Abgesehen von dem Wirtschaftsaufschwung, sowie der wachsenden Branchenvielfalt, hat das Ruhr-Projekt viel f├╝r die B├╝rger vorbereitet. Unz├Ąhlige Events, in mehreren Ruhrgebietsst├Ądten, finden ab Januar 2010 statt.
K├╝nstler aus ganz Deutschland und aus dem Ruhrgebiet stellen in mehreren Museen ihre Werke aus und lassen sich feiern. Poesie und Literatur leben in hohem Grade auf und erfreuen uns mit wundersch├Ânen Zeilen und der innigen Liebe zum Ruhrpott.
Neben vielen Kultur- und Kunstveranstaltungen erschlie├čen sich f├╝r die Ruhrpottler zudem ganz neuen M├Âglichkeiten die Freizeit zu gestalten. Das Projekt "Still-Leben Ruhrschnellweg" l├Ądt ├╝ber eine Million Besucher zum gem├╝tlichen Beisammensein auf die A 40 ein und die gro├čen gelben Ballons, die ├╝berall in den St├Ądten festgemacht werden, versch├Ânern nicht nur die Optik, sondern weisen auch auf die Bergbaugeschichte der Kulturhauptstadt hin – spannende Radtouren garantiert!
Auch die Ruhr-Unis und Schulen d├╝rfen sich auf viele kreative Projekte freuen. So werden beispielsweise im Rahmen des Projektes "Kreative Klasse Ruhr" viele spannende Workshops, Ausstellungen, Konzerte, Gaming etc. angeboten, die man auf keinen Fall verpassen sollte.

Also – Auf ins Pott! Wo das Leben bebt und nach Erf├╝llung strebt. 

 

Quelle:

http://www2.kulturhauptstadt-europa.de/

http://www.ruhr2010.de/

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