Wer hat ihn nicht schon mal gehört oder sogar selbst gesprochen, ob bewusst oder unbewusst, den guten alten Dialekt des Ruhrgebiets.
Tief verwurzelt in die Geschichte und die Kultur des Ruhrgebiets, hat sich das Ruhrgebietsdeutsch seit seiner Enstehung, durch das Aufblühen des Kohlebergbaus 1850 und die Einflüsse des Westfälischen und Niederfränkischen, mehr oder weniger stark in den Köpfen der Ruhrgebietler gehalten.
Die Homepage ruhrgebietssprache.de, ein Service des Ruhrgebietsverlages Henselowsky Boschmann, möchte nun ausführlich allen Gästen, Zugereisten und Einheimischen mit geringen Kenntnissen die Ängste im Zusammenhang mit der Ruhrgebietssprache nehmen und ihnen dabei helfen, die Menschen an der Ruhr richtig zu verstehen. Aber auch Ruhrgebietler, die des Dialekts mächtig sind, können über die Beiträge in Erinnerungen an alte Zeiten schwelgen und das eine oder andere wieder auffrischen.
Angefangen mit einer Suchmaschine zur Eingabe einheimischer oder hochdeutscher Wörter und Wortkombinationen, über ein alphabetisches Verzeichnis aller Wörter des Ruhrgebietsdeutsch mit entsprechender Bedeutung und einem umfassenden Einblick in die Grammatik des ,, wahrlich'' ,,märchenhaftesten aller deutschen Dialekte'', bietet die Seite alles rund um Wortschatz und Sprachlehre.
Wer sich weniger für wissenschaftliche Aspekte, dagegen mehr für bestimmte Themenbereiche der Sprache interessiert, kann sich bei der Auflistung der ,,lieblichen'' Bezeichnungen vielleicht den einen oder anderen Tipp holen, um das andere Geschlecht echt ruhrgebietstreu anzusprechen und so von sich zu überzeugen.
Außerdem können sich Besucher mittels der Liste der grausigen Lokalgrößen, ihrer Herkunft, Merkmale, Gefährdung und anderer Kriterien, eingehend über diese regionalen Wesen erkundigen oder auch einfach nur stöbern. Und falls wieder die Beleidigungen für den ewig nervenden Nachbarn ausgehen, hier sind ein paar beliebte Beispiele:
Flitzpiepe, Ballerkopp, Flachpfeife, Dünnbrettbohrer ...
Für ehemalige ,,Kumpels'' und Interesserte wird ebenfalls das alphabetische Verzeichnis der Sprache der Bergmänner, auch ,,Kumpelsprache'' genannt, anregend sein oder dazu führen, dass man vergangener Arbeitserlebnisse unter Tage gedenkt.
Aber auch um einfache Gespräche aufzubauen und mit betroffenen Ruhrgebietlern zu kommunizieren, wird durch eine Auflistung möglicher Anfangs- und Antwortsätze und einer Analyse des Gesprochenen, gegliedert in unterschiedliche Gesprächsphasen, Hilfe geboten.
Zuletzt können Besucher, die über die Sprachlehre und die genannten Themen hinaus für die Ruhrgebietssprache aufgeschlossen sind, auf ruhrgebietssprache.de mehr über die Geschichte dieses alteingesessenen Dialektes erfahren oder sich über bestehende Meilensteine der deutschen Literatur auf reinem Ruhrdeutsch informieren.
Allen, die nun auf den Geschmack gekommen sind und sich einige Kentnisse dieses urigen Dialektes aneignen oder sich einfach nur auf der Seite umsehen wollen, sei gesagt: Gebt Stoff und Schüssikowski!!



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