Albert Einstein hat gesagt:
"Probleme kann man nicht mit der selben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind."
Also müssen neue Denkweisen her, um die Wirtschaft neu zu positionieren. Querdenker haben es in unserem derzeitigen Systen (noch) schwer, denn es gibt in den Führungsetagen kaum jemanden, der Verantwortung übernimmt. Kurzfristige Denkweisen sind die Regel, mittelfristige oder gar langfristige Strategien sind verpönt. Die Auswirkungen dieser kurzfristigen Denkweise erleben wir derzeit hautnah. Das Fatale daran ist aber, dass die wenigen, welche uns die Suppe eingebrockt haben, aus ihren Fehlern nicht gelernt haben. Sie machen, nachdem sie staatliche Subventionen erhalten haben, genau so weiter wie bisher. Die Allgemeinheit bezahlt dafür über die Staatsverschuldung. Der Mittelstand hat darunter zu leiden. Er wird von den Banken nicht finanziert. Das bedeutet für die Zukunft eine weitere Schwächung des Mittelstandes. Aber gerade den Mittelstand brauchen wir, um ein gesundes Wirtschaftsgefüge zu haben. Der Mittelstand ist beweglich, reagiert schnell auf den Markt, schafft neue Märkte und schafft Arbeitsplätze. Aber nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch Ausbildungsplätze. Ohne Ausbildung keine Zukunft.
Die Politik hat die Rahmenbedingungen zu schaffen! Leider werden diese Rahmenbedingungen für die Konzerne geschaffen und nicht für den Mittelstand. Ich gebe zu bedenken, dass 80% aller Arbeitnehmer in Mittelständigen- und Kleinunternehmen arbeiten. Dieser Unternehmerkreis hat sich aber meist abhängig von den Konzernen gemacht. Deshalb sollten gerade die Mittelständler über ein neues Selbstbewusstsein nachdenken.
Nehmen wir ein Bespiel aus dem Ruhrpott. Alle reden über Opel. Keiner redet über die Zulieferbetriebe. Opel wurde mit erheblichen Steuergeldern gestützt. Gleichzeitig waren die Rahmenbedingungen völlig ungeklärt. Die vielen Zulieferbetriebe blieben aber völlig unberücksichtigt. Eine Folge ist, dass die Zulieferbetriebe weiter unter Druck geraten. Wie oben schon gesagt, von den Banken haben sie nichts zu erwarten. Wenn diese Betriebe aber in die Insolvenz gehen, können sie auch keine Teile mehr liefern und Opel kann keine Autos mehr bauen. Durch die Globalisierung der Märkte kann man sich natürlich auf den Standpunkt stellen, dass ausländische Zulieferbetriebe diese Lücke füllen. Wenn aber inländische Arbeitsplätze vernichtet sind, kann auch keiner mehr die Fahrzeuge kaufen. Ein Arbeitsloser erhält keine Finanzierung oder einen Leasingvertrag für ein Auto.
Damit bin ich wieder bei Albert Einstein. Es wurde versucht mit alten Denkweisen alte Probleme zu lösen. Die Politik hat versagt. Unsere Kanzlerin müsste eigentlich Albert Einstein kennen.



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